grußwort

Einführung, Programm und Grußworte

Willkommen auf den Dokumentationsseiten zur Tagung „Opfer, Täter, Jedermann? ‚DDR-Zeitzeugen‘ im Spannungsfeld von Aufarbeitung, Historisierung und Geschichtsvermittlung“!

Flyer Zeitpfeil Zeitzeugen

Flyer mit Programm als PDF zum Download

Am 14. und 15. Februar 2013 fand im Potsdamer Haus der Natur eine vom Potsdamer Bildungsträger Zeitpfeil e. V., dem Bildungswerk der Humanistischen Union Nordrhein-Westfalen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) veranstaltete, interdisziplinäre Tagung statt, die aus einer über zweijährigen Kooperation in dem Praxisforschungsprojekt „Arbeit mit Zeitzeugen in der außerschulischen Bildung“ der genannten Akteure mit dem Bonner Politischen Arbeitskreis Schulen e. V.  und dem Studiengang „Public History“ an der Freien Universität Berlin hervorging und von der Bundeszentrale und der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung, sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wurde.

Ein besonderes Charakteristikum der gut besuchten Tagung bestand in der kalkulierten Diversität der Teilnehmenden; neben renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern waren unter den Vortragenden auch Professionelle aus der praktischen Arbeit mit Zeitzeugen in historisch-politischer Bildungsarbeit, psychosozialer Betreuung und medialer Vermittlung, sowie Zeitzeugen selbst und Vertreterinnen aus Politik oder offiziellen Behörden repräsentiert. Entsprechend befanden sich im Auditorium neben akademischen Teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer, Zeitzeugen, Tätige in der politischen Erwachsenenbildung, Museen und Gedenkstätten. Interdisziplinarität und Multiperspektivität sollten dadurch programmatisch umgesetzt werden und einen produktiven Austausch von Wissenschaft und Bildungspraxis ermöglichen.

Ziel der Tagung war, die dringend benötigte methodologische Reflexion und Diskussion über Arbeit mit Zeitzeugen in Geschichtsforschung und schulischer sowie außerschulischer historisch-politischer Bildung insbesondere mit Bezug zur Geschichte der DDR zu befördern. Angesichts der im Zusammenhang mit dem seit den 1980er Jahren erstarkenden Erinnerungs-Paradigma und wiederaufkommenden totalitarismustheoretischen Ansätzen zunehmenden Arbeit mit Zeitzeugen in der Geschichtskultur wurden Fragen der die Zeitzeugenarbeit begleitenden Emotionalisierung, vermeintlichen Unmittelbarkeitserzeugung, Popularisierung und Individualisierung von Geschichtsschreibung behandelt.

Tagungsmappe

Tagungsmappe

Übergreifende Themen und Streitpunkte der Tagung, in den Vorträgen wie in den sehr produktiven Diskussionen, bildeten insbesondere die Forderungen des Beutelsbacher Konsenses nach Multiperspektivität, Überwältigungsverbot und Ausrichtung an Rezipierendeninteressen. Des weiteren standen die Probleme der Inszenierung von Zeitzeugenschaft im Gegensatz zur ihr zugeschriebenen ‚Authentizität‘, der nötigen Transkription, Quellenkritik und Kontextualisierung, sowie die Frage der Konservierbarkeit von Zeitzeugenschaft im Zentrum. Kontroverse Diskussionen ergaben sich zum Problem der Emotionalisierung und bezüglich der ‚Opfer-Täter-Dichotomie‘. Besonderer Wert wurde dabei auf die Unterscheidung von Quelle und Darstellung gelegt, sowie auf die Umstände der Adressierung in verschiedenen Öffentlichkeiten, die implizite von expliziten Zeitzeugen unterscheidet.

Alle Vorträge und Diskussionen sind hier nach den vier Tagungsteilen und den jeweiligen Podien geordnet mit Audiomitschnitten, präsentierten Anschauungsmaterialien und Informationen zu den Referierenden, Photographien und Zusammenfassungen umfassend dokumentiert.

Zu Beginn der Tagung führte Christian Ernst in das Konzept und Programm der Tagung ein, Dr. Martina Weyrauch, Hanne Wurzel und Dr. Robert Grünbaum erläuterten die Relevanz der Tagung aus Sicht der Förderinstitutionen.

Christian Ernst, Leiter des Projekts “Arbeit mit Zeitzeugen zur DDR-Geschichte in der außerschulischen Bildung”

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Dr. Martina Weyrauch, Leiterin der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

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Dr. Robert Grünbaum, stv. Geschäftsführer der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Hanne Wurzel, Fachbereichsleiterin bei der Bundeszentrale für politische Bildung

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