Fragen – Antworten – Fragen

Fortbildungsreihe zu ZeitzeugInnen und biografische Ansätze in der Vermittlung von DDR-Geschichte 

Pädagogische Arbeit mit Biografien und anwesenden Zeitzeugen ist ins Zentrum der Vermittlung von DDR- und deutsch-deutscher Geschichte gerückt. Kein anderer methodisch-didaktischer Zugang wird vergleichbar intensiv als verlebendigende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit geschätzt und genutzt. Insbesondere die Erwartungen an Zeitzeugengespräche sind bei allen am Lern-prozess Beteiligten sehr hoch. Voraussetzungen und Begrenzungen solcher Arbeit werden nicht immer mitreflektiert – einer langen und differenzierten Fachdiskussion zum Trotz sind kurzgriffige Verständnisse des Lernens aus und mit Biografien noch immer weit verbreitet. Gerichtet sind die Fortbildungen an Multiplikatoren der Geschichtsarbeit im außerschulischen und schulischen Bereich und an bürgerschaftlich Engagierte aus Geschichtswerkstätten, Archiven u. ä.

Wir bieten zwei Workshops an, in denen verschiedene Arten von Biografie- und Zeitzeugenarbeit angeeignet, erprobt und diskutiert werden sollen. Sie verfolgen auf diesem Hintergrund zunächst so etwas wie ‚Grundlinien‘ von Zeitzeugen- und Biografiearbeit, d.h. die Teilnehmenden werden mit theoretischen Ansätzen und dem praktisch fragenden Vorgehen vertraut gemacht („Lebensgeschichten erheben, nutzen und deuten“). Dazu gehören Interviews und biografische Kommunikation ebenso wie das sich erweiternde Feld virtueller Zugänge.

In Workshop II („Lebensgeschichten reflektieren und diskutieren“) wird es um beispielhafte Arbeitsvorschläge, Vertiefungen und Materialien gehen, u.a. mit einer Einführung in das Perspektivische Schreiben zur DDR-Geschichte und mit der Expertin und Trainerin Kerstin Engelhardt zu Biografien als Bestandteil eines „Geschichtskoffers“ zur west-ost-deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Veranstaltungen können auch einzeln genutzt werden.

Die Termine:

WORKSHOP I – Lebensgeschichten erheben, nutzen und deuten – Berlin, 3. und 4. Mai 2013

WORKSHOP II – Lebensgeschichten reflektieren und diskutieren – Weimar, 16. und 17. Oktober 2013

Leitung: Dr. Heidi Behrens und Dr. Norbert Reichling

Teilnahmegebühr je Workshop: 40 € (mit Übernacht. und Verpflegung) bzw. 25 € (ohne Übern.) bei eigener Anreise

Die detaillierten Programme sind ab Ende Februar beim Bildungswerk – auch auf der Website www.hu-bildungswerk.de – erhältlich. Rückfragen und Anmeldungen an:

Bildungswerk der Humanistischen Union Kronprinzenstr. 15, 45128 Essen, Tel.: 0201/22 79 82 E-Mail: buero@hu-bildungswerk.de

Die Veranstaltungen werden mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.